Wenn jeder dem anderen helfen wollte, so wäre allen geholfen
Marie von Ebner-Eschenbach 

 

 

Hallo, Ihr seid auf der privaten Homepage der Familie Bonitz aus Pleißa gelandet! Wir bieten hier allerlei Themen quer durch den Gemüsegarten an. Dabei geht es beileibe nicht bloß um Gartentipps und unsere Hunde, auch unsere Enkelkinder liegen uns am Herzen. Literatur- und Musik- Infos gibt es zum Beispiel zu Tolkien oder Lou Reed. Und als Geheimtipp: HvG. Außerdem wollen wir mit einigen unserer Reiseziele bekannt machen, die wir vor allem wegen schöner Landschaften und guter Wandermöglichkeiten auswählen. Es gibt Fotoalben mit Bildern aus Island, Madeira, dem Tannheimer Tal und anderen Regionen zu sehen, aber auch nützliche Tipps und Wandervorschläge. Ruhig ab und zu reinschauen, es gibt immer mal was Neues...    

 

Achtung Achtung! Nach einigen Irrungen und Wirrungen geht nun unsere neue Homepage an den Start! Einige Seiten sind leider noch nicht fertiggestellt, einige Links funktionieren noch nicht, vor allem die Fotogalerien fehlen noch bzw funktionieren noch nicht richtig, aber da die alte Seite eh nicht mehr brauchbar ist, gehen wir nun mit einem neuen Design an den Start. In ein paar Wochen werden hoffentlich alle gewohnten Informationen wieder verfügbar sein. 

Wir hoffen es gefällt Euch!

 

Drei Tugenden der Weisheit:
        Aller Dinge gewahr zu sein -
                    Alle Dinge zu ertragen -
Von allen Dingen entfernt zu sein       The Book of Barddas 
 
 

Das Letzte:
> Die aktuellen Charts aus US und UK
> neue Bilder von unserem Islandhund Heldur
> Wandern im Oberwallis
> Literatur: Halldor Laxness
> CD-Tipp: DeBernardi & Ferrarese

> Konzertevent: Dana Fuchs 

> mp3 - Sammlung: die 60er
> interessante Seiten zum Stöbern: die Zeit * Horn * Stoibär
 

Atomstrom - Nein Danke!
Wir haben gewechselt:  Naturstrom.de

 

 

 

 

Achtung! Sponsoren gesucht!  Bitte auf Seite Kinder weiterlesen! 
(hier klicken) 

 



 

Wer ist Gerold Münster?
(Bildquelle: www.123people.de )

ich weiß es... und ich hoffe, dass den Lebenszerstörer eines Tages der Arm der Gerechtigkeit ereilt...  



Kommentare zum Zeitgeschehen:
Wenn Du einen Kommentar zu den Kommentaren hast, schicke einfach eine e-mail oder gehe ins Gästebuch. Jede Meinungsäußerung wird veröffentlicht

 

18.02.2012 - Es kann nur eine geben
Nun ist er weg. Ein wenig gekränkt übe das undankbare Volk, dass ihm keine Gelegenheit geben wollte, sein Amt gut auszuführen. Ich weine ihm keine Träne nach. Doch wer soll sich jetzt in das verschmutzte Nest setzen? Kein Minister, sagt die Opposition. Dabei hätte man mit der Ursula vielleicht einen guten Kompromiss nach vorne schieben können? Andere haben schon abgesagt. Also doch der Gauck? Damit könnten vielleicht alle leben, aber unser armes Murkel - sollte Sie doch vor 2 Jahren so falsch gelegen haben? Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Viele Bürger fragen ja: brauchen wir denn so einen? Wo wir den doch bezahlen müssen? Nun, da kann ich beruhigen: Auch wenn das Amt abgeschafft würde gäbe es keine Steuererleichterungen. Das Geld würde anderswo sinnlos verbrannt. Dann doch lieber den Schlämmer oder den Jauch! Übrigens habe ich meine eigene Theorie: schuld an der Misere ist Blaise Compaore. Kennen Sie nicht? Nun, das ist der Präsident von Burkina Faso. Den wollte Wulff nämlich nächste Woche besuchen. Ja und? Passt mal auf: im Juni 2010 wollte der damalige Horst Köhler dieses Land besuchen. Eine Woche vorher trat er zurück! Kann das Zufall sein?
Und da kommen wir zum entscheidenden Detail: Innerhalb einer Wahlperiode hat unsere Kandisbunzlerin 2 Präsidenten verschlissen. Auch das kann doch kein Zufall sein! Ich glaube einfach, dass hier Angies Motto erhört wurde: es kann keinen neben mir geben. Deshalb würde es mich nicht wundern, wenn in Zukunft das Amt des Präsidenten und  der Kanzlerin in Personalunion wahrgenommen wird! 

 

13.02.2012 - Eiszeit

Jetzt beginnen in Sachsen die Winterferien. Dank der lang anhaltenden Eiszeit sind viele Seen und Teiche zugefroren. Als wir Kinder waren, tobten da die Eishockeykämpfe, und manch einer versuchte sich am Axel. Heute sind die Eisflächen verwaist. Schilder und Satzungen warnen: das Betreten von Eisflächen ist streng untersagt. Was also ist heute anders als vor 40 Jahren? Liegt das an den Eigenschaften des Eises? Oder der Eltern? Natürlich, im schlimmsten Fall kann man auf dem Eis einbrechen, was meist ziemlich unangenehm ist. Früher hätte es da Schimpfe von den Eltern gegeben. Heute gibt es eine Klage gegen die Gemeinde, deshalb ist das so. Aber wieso soll die Gesellschaft gerade stehen, wenn einzelne sich in Gefahr begeben? Wenn man Eisflächen sperrt, weil da "etwas passieren" kann, ja, sogar im Extremfall mit schlimmen Folgen, wieso sperrt man dann keine Skipisten? Oder Badestrände? Oder gar die Autobahn? Überall können schlimme Dinge passieren, vor denen der Einzelne nicht geschützt werden kann. Nur beim Eis meint man, den Spaß verderben zu müssen. Dabei heißt es doch so schön: no risk no fun!

 

29.01.2012 – Wir schützen die Verfassung
doch vor wem? Das heraus zu finden ist Aufgabe einer auf Bundes- als auchLänderebene agierenden Organisation: dem Verfassungsschutz. Neulich habe ich ein Referat zum Thema Wirtschaftsspionage gehört, in der Reihe „Informationssicherheit“ einer großen deutschen, aber global agierenden Bank mit angeschlossenem Elektroladen. Der Herr Referent vom sächsischen Verfassungsschutz wollte uns erklären, wie gefährlich chinesische Wirtschaftsspionage ist. Da haben die Schützer tatsächlich in einer Delegation einen Verdächtigen identifiziert der heimlich Fotos von der Betriebseinrichtung gemacht hat! Ja, da habe ich doch gelacht, und wahrscheinlich auch unser ebenfalls anwesender Gast aus China, der gerade von uns angelernt wird, damit in Kürze die Produktion und die Qualitätskontrolle in China auf dem gleichen Niveau läuft wie hier. Ja, wir bringen ihm (auf Wunsch des Konzernvorstandes) alle unsere Geheimnisse bei. Denn es kann nicht sein,dass die Welt glaubt, Produkte aus China seien billig, aber von minderer Qualität. Wir als deutscher, aber global agierender Konzern, müssen natürlich darum besorgt sein, dass in Zukunft Produkte aus China nicht nur billig, sondern auch von hoher Qualität sind.
Mal nebenbei: der Verfassungsschutz überwacht Personen wie etwa Herrn Gysi und alle 27 Abgeordneten der Linken. Man hat ernsthaft Angst – ja, ernsthaft! , dass Herr Gysi unsere  Kandisbunzlerin wegputscht und den Arbeiter- und Bauernstaat ausruft. Bei braunen Mördern hingegen rührt man nur in Scheiße. Deshalb schlage ich vor, dieses schwarze Steuerloch entweder ganz abzuschaffenoder die Männer auf die Löschers, Zetsches, Hiesingers anzusetzen, die bewusst um des Profites Willen deutsches Know how nach China schmuggeln.

 

05.01.2012 – Von Schweinen und Moral
Also dass dem Wulff nicht die Rolle des ersten – und damit, so hätte man es im Mittelalter formuliert,  edelsten Mannes im Staat gehört ist wohl klar. Oder doch nicht? Er hat doch keine Straftat begangen, schreiben einige Leser der Freien Presse. Er hat doch nur gemacht was jeder „gute“ Deutsche auch gemacht hätte: wenn er gute Konditionen bekommt wäre er doch dumm die nicht anzunehmen, schreiben andere. Ja, so ist es um die Moral der Deutschen bestellt. Man ist zufrieden, dass er kein Krimineller ist!  Alles andere sei Rufmord. Und natürlich, wenn einer gerade in einer Rede die Pressefreiheit als heiliges Gut lobt, um darauf die Veröffentlichung eines Artikels zu verhindern, und sich immer mehr in Lügen verstrickt – joa mei, woasis doa schoa doabei. Klar, wenn den Ersten des Staates der eigene Vorteil wichtiger ist als das Gemeinwohl, kann das Volk nicht anders denken.  Da fällt mir nur noch das Lied der Prinzenein: Du musst ein Schwein sein. Vielleicht wäre Herr Krumbiegel  ein besserer Präsident.
 

20.12.2011 – Eliten und das wahre Leben

„Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.“ Mit diesen Worten forderte einst Christian Wulff den Rücktritt von Johannes Rau, dem vorgeworfen wurde, sich Privatflüge von derWest-LB finanziert zu haben. Rau blieb dank seines damaligen Anwalts Gernot Lehr im Amt. Wie sich die Geschichte wiederholt!. Nun wird Wulffs Rücktrittgefordert. Noch vor kurzem hatte dieser in mehreren Reden seine Sicht auf die Eliten des Landes – zu denen er sich selbstredend auch zählt – dargestellt: "Wer sich zur Elite zählt, zu den Verantwortungs- und Entscheidungsträgern, und sich seinerseits in eine eigene abgehobene Parallelwelt verabschiedet ­ auch der wendet sich von dieser Gesellschaft ab.“Und das ist das Problem in Deutschland. Vorteilsnahme im Amt ist keine Randerscheinung, sondern bei unseren Eliten – allen voran den Politikern – an der Tagungsordnung. Unsere Eliten haben sich längst in eine Parallelwelt verabschiedet, so sieht es jedenfalls der Bürger auf der Straße. Deshalb wird Wulff wohl im Amt bleiben, auch mit Hilfe seines Anwalts Gernot Lehr. Es sei denn, seine First Lady Bettina bringt ihn zu Fall, eine ganz schlimme womöglich gar Ex-Prostituierte, die wohl daran schuld sein muss, dass der Saubermann den Anfechtungen aus dem wirklichen Leben nicht widerstehen konnte.

 

21.11.2011 - Des Wodkas reinste Krone

Da wollte wohl jemand das schnelle Geld machen. Schaut man auf die Website http://bearcrown.de, so heißt es dort: "Seit der Gründung im Jahr 2009 hat sich der Erfolg der Bärenkrone weit über den Erwartungen gesetzt. Dieser Erfolg ist unser Qualität zu verdanken eben rein und Pur wie die Natur." Nun, so schlecht wie das Schnapsmachen beherrscht man auch die deutsche Sprache. "Aber Gleiches finden Sie nicht, deshalb warten Sie zu lange!" heißt es da beim Bewundern der eigenen Qualität. Doch die Zeit seit der Fimengründung hat vor lauter Erfolg nicht ausgereicht, das Impressum fertig zu schreiben, so dass sich die Besitzverhältnisse der Bärenkrone GmbH & Co KG nicht nachvollziehen lassen. Eigentümer und damit Edelpanscher ist eine Verwaltungs GmbH, und es würde mich nicht wundern wenn deren Wurzeln nach Russland reichen. Ob auch das Destillat da her kommt bleibt leider ungewiss. "Probieren Sie eines unser Proukte, Sie werden nie wieder etwas anderes genießen wollen!". Klar, wenn man an Methanolvergiftung getorben ist...

 

13.10.2011 – Je leerer die Taschen, desto leichter wirft man mit Millionen
Nein, es geht nicht um den Rettungsschirm! Da blubbern genug selbsternannte Experten in allen Medien herum, da halte ich mich raus. Nein, es ist die kommunale Misswirtschaft in meiner Heimatstadt, die mir wieder mal sauer aufstößt. Der Fußball ist drittklassig, aber für die Stadträte im CFC-Trikot ist es wie das Nirwana. Also muss ein neues Stadion her! Natürlich, der Haushalt gibt das nicht her. Und Frau OBLudwig, von der in den letzten 5 Jahren ungefähr so viele gescheite Ideen für ihre – unsere Stadt kamen wie vom Gartenzwerg mit Schubkarre in Nachbars Garten, verkündet: Yes we can! Lange habe ich drauf gewartet, dass ein deutscher Politiker sagt: wir schaffen das! Aber ich hatte dabei immer an die wichtigen Dinge gedacht: Kinder, Bildung, Energie, Umwelt. Nicht an Fußball. In Chemnitz fehlt es an 5000€ für ein Box- Turnier, an 20000€ für die Überdachung der Eisschnelllaufbahn, die Radrennbahn ist nur notdürftig geflickt, im Sportforum, einer historisch wertvolle Sportanlage, die auch als Fußball-stadion dient, sind von einst 60000 Zuschauerplätzen noch 6000 nutzbar, den Rest zerfrisst der Wildwuchs. Laut einer Studie der TU fehlen 7 Sporthallen vor allem für den Schulsport, und viele Vereine sind in 50 Jahre alten marodenBaracken aktiv – wenn die in den dunklen „sozialistischen“ Zeiten nicht gebaut worden wären, gäbe es heute nichts!
Es fehlt auch Geld für den Tierpark, für den Botanischen Garten mit dem Schulbiologiezentrum, für die Brunnen und Wasserspiele der Stadt. Noch im Frühjahr hieß es, dass in den nächsten 3 Jahren 176 Millionen fehlen werden. Aber die Finanzierung ist einfach: das Stadion für 25 Millionen lassen wir vom VEB Gebäudewirtschaft, pardon der kommunale Grundstücks- und Gebäudegesellschaft bauen, weil die Stadt selber das Geld nicht hat, und dafür zahlt die Stadt dann 40 Millionen an Miete. Ein Super-Modell, finde ich! Klar, die Mieter der GGG, die auf den Austausch ihrer 40 Jahre alten morschen Fenster im Plattenbau warten, warten eben etwaslänger. Und die Vereine, die auf ein paar Almosen für ihre Sportstätten warten, können aufatmen: In 20 Jahren wird der Mietvertrag mit dem Stadion auslaufen,dann ist vielleicht jede Menge Kohle übrig.
Und nun trauen sich die Piraten doch, den Beschluss anzufechten, weil ein paar Abgeordnete doch im Aufsichtsrat oder Vorstand des Clubs sind und im CFC Trikot abgestimmt haben. Da hat Ritter Runkel, unser Rechtsbürgermeister, eine klare Meinung: Von einem Interessenkonflikt könne keine Rede sein. Na dann hoffen wir. dass unser Fußball nicht gleich wieder viert- oder fünft-klassig wird. Und dass das Murkel endlich alle Banken zu einer Pflichtabgabe für den Rettungsschirm verpflichtet.
 

17.08.2011 - Der EU Rettungsschirm

Heute mal kein Beitrag von mir, aber er ist dafür zu schön...

Es ist ein trüber Tag auf Rhodos. Es regnet und alle Straßen sind wie leergefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump. An diesem Tag fährt ein reicher deutscher Urlauber durch Rhodos und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung
zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen.
Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel.

1. Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den
Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine
Schulden.
2. Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße runter und bezahlt den
Bauern.
3. Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim
Genossenschaftslager.
4. Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt
seine Getränkerechnung.
5. Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden
Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt
einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.
6. Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmerrechnung mit
den 100 Euro.
7. Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen.
In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen
Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt
Rhodos.
Niemand produzierte etwas.
Niemand verdiente etwas.
Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und schauen mit großem
Optimismus in die Zukunft.

 

27.03.2011 - Hurra, hurra, der Dämpfer ist nun endlich da!
Erst die NRW Wahl 2010: CDU verliert 10% und ist auf SPD-Niveau. Dann gewinnt in Hamburg die SPD 15% hinzu, die CDU verliert 20%. In Sachsen-Anhalt ziehen die Grünen in den Landtag ein, die FDP fliegt raus. In Rheinland – Pfalz ziehen die Grünen mit Trara in den Landtag und eine rot-grüne Koalition lässt die CDU sich schwarz ärgern, weil die Gelben rausfliegen. Und in der CDU-Hochburg Baden-Württemberg passiert der wahlpolitische Super-Gau: Grün-Rot lässt Schwarz-Gelb zum ersten mal seit 58 Jahren alt aussehen. Wie hat Murkel gestern noch die Situation zu retten versucht: „Auch ohne Wahlkampf gebieten die Ereignisse in Japan ein Innehalten, das ist eine Frage des gesunden Menschenverstands!“ Wie wär es denn, letzteren mal bisschen öfter zu gebrauchen? Zum Beispiel, bevor man der Energielobby die Laufzeitverlängerung zum Präsent macht? Lange wird die Denkphase wohl auch nicht anhalten, und man wird den dummerweise im falschen Moment die falschen Signale setzenden Tsunami als Schuldigen identifiziert haben.
Vor einem habe ich aber trotz der ermutigenden Ergebnisse Angst: 2002 ließ ein gewisser Herr Trittin, seines Zeichens grüner Umweltminister (der sich in den letzten Tagen gern in vorderster Front zeigte), den Bericht des AKEnd (Arbeitskreis Endlagerung), den Experten in seinem Auftrag mit einem Budget von 2 Millionen erstellt hatten, in der Schublade verschwinden. Die Politik hatte sich mit der Atomlobby schon auf Gorleben geeinigt, und Trittin wollte keine Unruhe. Wann werden unsere Umweltbewahrer diesmal umfallen?
 

13.03.2011 Kein SuperGAU, solange Murkel uns beschützt!
10 Uhr 10: „Ich werde mir vorbehalten, weitere Abstimmungen mit den Fraktionen zu führen“. ??? Das war die Schlusssentenz einer Pressekonferenz der Kanzlerin zum SuperGAU in Japan. Alles klar? In höchster Vollendung präsentiert sie uns das, was sie wohl als einziges beherrscht: Reden ohne etwas zu sagen. Vermutlich wird sie den Fraktionen wieder mal unter die Nase reiben, dass unser Geschick in den Händen der Energieriesen liegt. Unsere Atommeiler sind sicher, das will uns die Regierung immer noch glauben machen. Hey, waren die Japaner Stümper? Sie wussten, dass Erdbeben auftreten können, und haben viel in Sicherheitstechnik investiert und an diesen Themen in einem Maße geforscht, wovon wir nur träumen. Und trotzdem ist es passiert, auch wenn man es zur derzeitigen Stunde immer noch nicht offiziell zugibt. Eine Kernschmelze kann nicht rückgängig gemacht werden. Und genau da liegt das Problem: Unsere Sicherheitstechnik ist nur in der Lage, eine Reihe von Faktoren zu beherrschen, die zu einer Kernschmelze führen können, und deren Folgen zu mindern. Mehr nicht. Leider reicht die Palette von Naturkatastrophen bis zu menschlichem Versagen, und es ist niemals auszuschließen, dass Umstände eintreten, die eben doch das Unwahrscheinliche zur Realität werden lassen, siehe Tschernobyl und jetzt Fukushima. Und solange es keine Technologie gibt, diese Kernschmelze prinzipiell zu vermeiden, so lange gibt es keine Sicherheit. Unsere Kandisbunzlerin behauptet, Physikerin zu sein. Doch bei so viel Murks glaube ich, dass sie ihre Diplomarbeit auch bloß abgeschrieben hat.
 

07.03.2011 – Deutschland vermisst den Superstar
Wir wollen unsren Gutti wieder – so ist offenbar die mehrheitliche Meinung der Deutschen, wenn man manchen Medien glaubt. Und das schlimme ist, dass es vermutlich auch noch stimmt. Ja, wir wollen Politiker, die lügen und betrügen. Und warum? Weil wir sowieso nicht an ehrliche Politiker glauben. Banker betrügen, Manager betrügen, Anwälte betrügen, Politiker betrügen, und keinem passiert etwas! – ist doch eine super Legitimation für den kleinen Bürger: natürlich darf er auch betrügen. Nur: die Kassiererin, die 30 Cent unterschlägt, wird entlassen. Herr zu Guttenberg, der sich einen Doktortitel erschleicht, wird gebettelt, doch zu bleiben. Doch er ist ein Mann! Er steht zu seinem Fehler (nicht gleich, aber zumindest als nichts mehr zu retten ist) und nimmt seinen Hut. Was für ein harter Hund! Und einen Job hat er gemacht – wie kein Minister je zuvor. Gut, dass da im Kundus einiges schief ging, dass besoffene Ausbilder auf dem Vorzeigeschiff der Nation Kadetten in den Tod treiben, das kann man ihm nicht anlasten. Er hat ja auch immer gleich die Konsequenzen gezogen. Doch langsam drängt sich mir der Verdacht auf, dass auch dieser Rücktritt einer seiner gut inszenierten Auftritte ist, die einzig dem Ziel dienen, mit noch mehr Glanz ins Licht der Politik zurückzukehren, gefeiert vom Publikum, dass endlich seinen gegelten, lächelnden Superstar zurückhat. Und den nächsten Kanzler wählen wir bei RTL, mit Bohlens Gnade.
 

14.02.2011 – Hochbezahlt und überflüssig
Wusstet Ihr, dass laut einer Studie die meisten Abgeordneten von Bundes- und Landtagen glauben, dass sie in diesem Staat keine Macht für gesellschaftliche Veränderungen hätten? Besonders im rechten Lager ist dieses Gefühl der Machtlosigkeit ausgeprägt: Nur etwa jeder 8. FDP- und jeder 4. CDU-Politiker glaubt, etwas bewegen zu können. Etwas optimistischer ist man im linken Lager: immerhin jeder dritte Grüne und jeder zweite Linke oder SPDler glaubt noch an das System der „repräsentativen Demokratie“, in dem die Bürger die Volksvertreter beauftragen, ihre Interessen wahrzunehmen. Diese Studie zeigt in erschreckender Weise, dass das parlamentarische System ein Auslaufmodell ist, sind doch die Abgeordneten offenbar nur noch Teil einer Abstimmungmaschinerie, die von Fraktionszwängen geprägt sind, hinter denen die Lobbyisten einiger weniger „Spitzenpolitiker“ stehen. Im Umkehrschluss könnte man nun meinen, bis zu 85% der Politiker fühlen sich demzufolge nutzlos. Wer also macht unsere Politik? Mit Ihrer Einschätzung, selber keinen Einfluss zu haben, mögen viele ja Recht haben, aber dass sie stattdessen meinen, das Volk selbst hätte mehr Macht, ist ja wohl ein Irrglaube. Zumindest in Deutschland, wo das Volk macht- und (meist) tatenlos zusieht, wie es über den Tisch gezogen wird. In einem aber sind sich alle Abgeordneten wohl einig: wenigstens die Macht, ihre Diäten selber zu bestimmen, lassen sie sich nicht nehmen! Somit sind die Diäten eine Luxusform von Sozialhilfe: Menschen, die für unsere Gesellschaft so unnütz sind wie ein Kropf, bekommen dafür eine exorbitante Beihilfe. Statt der vielen teuren Abgeordnetenhäuser sollte man deshalb einfach einen Computer aufstellen. Jeder Parteivorsitzende hat dann einfach eine Stimme, und der Computer berechnet das Abstimmungsergebnis anhand der Stimmverteilung bei der letzten Wahl. Das würde unseren Haushalt um Milliarden entlasten, das Ergebnis würde stets die Gunst der Wähler widerspiegeln, die jeweilige Meinung der Parteien wäre viel transparenter, und das Volk könnte sich die vielen Lügen, Ausreden und leeres Geschwafel seiner Vertreter ersparen.
 

21.01.2011 - ohne Worte
 Tut mir echt leid, dass ich die Freunde dieser Kolumne erst mal enttäuschen muss, die da auf neue Beiträge warten. Wie schon im März angekündigt, muss ich diese Beiträge vorübergehend einstellen oder größere Pausen lassen. Dafür habe ich einen Tipp, der sicher mehr als nur eine Entschädigung ist. Unter dem Motto "politplatschquatsch. Wir sprechen verschiedene Sprachen, meinen aber etwas völlig anderes" gibt es Interessantes auf www.ppq.be zu lesen!  Ich hoffe dennoch, dass ihr auch unserer Seite treu bleibt.
 

30.08.2010 – Kopftuchträger, Brillenträger und ein neuer Messias?
Auch wenn ich mich unbeliebt mache: der Sarrazin-Kult macht mir inzwischen Angst! Im Namen der Meinungsfreiheit darf man hier wieder rassistische Thesen verbreiten und wird dann noch bedauert, weil sich Journalisten, Künstler und andere Intellektuelle, aber auch mehr oder weniger intelligente Politiker gegen diese pseudowissenschaftlichen Thesen wenden. Meinungsfreiheit bedeutet doch nicht, dass einer, dem braune Brühe aus dem Mund sabbert, dafür bejubelt werden muss, sondern es bedeutet bloß, dass er dafür nicht eingesperrt wird. Von Berufsverbot ist die Rede, weil sich die Bundesbank, die einen internationalen Ruf zu bewahren hat, sich von ihm trennen will. Habt ihr vergessen wie das war in der DDR, als Bands nicht mehr auftreten und Schriftsteller keine Bücher mehr veröffentlichen durften? Dieser Retter der Nation darf sich überlall als Manager bewerben, ungestraft seine Bücher präsentieren, und bekommt noch Polizeischutz, während dieselbe Polizei jammert, dass sie keine Leute hat um den rumänischen, russischen oder litauischen Mafiabanden das Handwerk zu legen. Ja natürlich, die hätte ich auch lieber draußen! Aber nicht, weil sie einer minderintelligenten Rasse angehören, sondern weil Kriminelle – egal welcher Herkunft – nicht von einer verweichlichten deutschen Justiz beschützt werden müssen, einer Justiz, welche Täter oft genug zu Opfern stilisiert. Nein, nicht die Muslime sind schuld, sondern die Freiheit, die neben der Meinungsfreiheit auch die Freiheit kriminell zu sein einschließt. Was wäre, wenn der Lehrer in der Schule oder der Polizist auf der Straße wieder mehr Respekt erwarten dürfte? Die Probleme sind hausgemacht, doch Sarrazin macht Ausländer, vor allem Muslime, und Hartz-IV-Empfänger zu den Sündenböcken und schafft ein Ventil, welches von der eigenen Unfähigkeit der deutschen Politik ablenkt. Und Hartz-IV-Empfänger machen die Ausländer zu Schuldigen und jubeln über diesen dem Volk ach so aus der Seele sprechenden Bänker, der sich wahrscheinlich totlacht ob des Geldes, dass seine populistische Suppe einbringt. Leider haben die meisten Hartz-IV-Empfänger überlesen, dass dieser Edle aus der Oberschicht ihnen die Heizung abstellen will und Gutscheine für Pullover ausgeben will. Hey, wollt ihr das wirklich? Und viele Jubler haben auch nicht begriffen, dass es dieser Intelligenzkasper auf Menschen mit geringer Bildung abgesehen hat. Die meisten Jubelkommentare, die ich in Blogs und Foren gelesen habe, strotzen nur so von miesem Deutsch – man könnte meinen, es seien genau die Ausländer, denen der ganze Hass des Sarrazin (klingt irgendwie arabisch – oder?) gilt, die hier jubeln. Aber irgendwie hat dieser geistige Überflieger der Nation auch dafür eine Erklärung, dass inzwischen auch ein großer Teil der deutschen Jugend meint, Frankfurt am Main liege am Rhein. Die Unterschicht wird natürlich türkisch kontaminiert. Und dieser Bewahrer deutschen Erbgutes beklagt auch noch die Geburtenrate in der türkischen Bevölkerung als Grund allen Übels. Doch he, wer soll denn den Staat Deutschland erhalten, wenn die deutsche Nation ausstirbt? Sarrazin macht uns glauben, dass wir Deutschen wegen der Ausländer aussterben. Doch das ist falsch. Ohne Ausländer werden wir bald ein Volk von Pflegebedürftigen sein, denen niemand mehr das Bett sauber macht. Denn es sind wir selbst, die wir vor lauter Gejammere (wir Deutschen sind bloß noch die fünftreichste Nation der Erde, da kann ich mir Kinder einfach nicht mehr leisten!), vergessen, unser Überleben zu sichern. Seit Menschengedenken blühten Kulturen auf und verschwanden. Wieso sollten wir die Unendlichkeit gepachtet haben? Früher hat man versucht, mit Waffen das Überleben der Nationen zu sichern, zuletzt vor etwa 75 Jahren. Wollen wir das wieder? Oder akzeptieren wir lieber, dass heute nationale Abstammung nicht mehr wichtig ist, so lange wir glücklich und in Freiheit leben können? Eigentlich hat Sarrazin nur eines erreicht: man spricht über ihn, nicht über die Probleme und die Unfähigkeit unserer Politik. Sarrazin hat recht, jubeln alle, sogar die NPD im sächsischen Landtag, was beweist wes Geistes Kind er ist. Dabei hat er bloß eines gemacht, den Finger in eine Wunde gelegt. Er schlachtet seine Popularität aus, und die Inhalte werden zur Nebensache.
Also, husch in die Heia, und an einem neuen blonden Brillenträger gearbeitet!
 

14.05.10 – durch Geld wird man nicht klüger, besonders als Politiker
Unser sorbisches Pflänzchen Stanislaw Tillich, schweigsamer Ministerpräsident von unseren Gnaden, hat in den letzten Tagen tatsächlich ungefähr drei mal den Mund aufgemacht und dabei seine Eingebungen vom Baume der Erkenntnis der Öffentlichkeit präsentiert. Die erste These: „Mehr Geld macht nicht klüger“. Ja, richtig gehört, er fordert den Verzicht auf geplante Mehrausgaben für Bildung. Das Ziel, 10% des Bruttoinlandprodukts in Bildung und Forschung zu investieren, habe seine Bedeutung verloren, denn es trägt nicht zu besserer Bildung bei, postuliert er und erklärt sich solidarisch mit dem hessischen Dumpfschädel Koch. Doch das ist nicht alles, These Nummer 2: „Die Rente mit 67 ist unverzichtbar“. Schließlich gebe es ja viele Menschen, die selbst mit 80 noch arbeiten, wie etwa der letzte Sachsenkönig Kurt. Klar, bei der kleinen Rente muss man sich ja noch was dazuverdienen.
Und nicht zuletzt These 3: „Wir brauchen keinen Mindestlohn“. Denn der gefährde die sächsischen Betriebe in ihrer Existenz durch die Konkurrenz aus Polen und Tschechien. Lieber Dumpinglöhne und staatliche Aufstockung. Da hätte ich auch ein paar Vorschläge zu machen: Wir gleichen die Einkommen der sächsischen Abgeordneten an die ihrer Nachbarn in Polen an: statt 5445€ sind 2750 völlig ausreichend. Die eingesparten 4 Millionen stecken wir in die Bildung. Doch da die Leute davon nicht klüger werden, wie Herr Tillich beweist, ernennen wir jeden 65jährigen zum Professor und verschaffen ihm einen Job als Berater, damit er nicht in Rente gehen muss.
 

20.03.10 – extremistische Kirche und demokratische Nazis
Heute hat mich ein Leserbrief in der „Freien Presse“ überrascht: Da schreibt ein Herr Amelung, „wir brauchen mehr Gelassenheit“ und spricht sich dafür aus, dass die NPD als demokratisch gewählte Partei im „Bündnis für Demokratie und gegen Extremismus“, welches in Limbach-Oberfrohna von der CDU ins Leben gerufen wurde, weiterhin mitarbeiten soll.Ich denke „ist das ein Witz ?“, aber nein, als „älterer Bürger“ fühlt sich Herr Amelung vom kurz vorher durch die Diakonie ins Leben gerufenen „Bunte Bürgerforum für Demokratie“ linksextremistisch bedroht. Hey, hör ich da recht? Nachdem schon einmal die Kirche durch ihre „Toleranz“ die Greuel des Nationalsozialismus ermöglicht hat wird sie nun, da sie dies ein zweites Mal verhindern will, in die extremistische Ecke gedrängt? Ich glaube nicht, dass Herr Amelung alt genug ist, diese schlimme Zeit mit erlebt zu haben, und wenn doch, ist er wohl einer der ewig unverbesserlichen. Was lehrt uns denn die Geschichte? Erst ein bisschen Demokratie, man wird gewählt, man bildet eine breite radikale Basis nach dem Teichrosenprinzip, und dann putscht man sich an die Macht. Und Herr Amelung, als toleranter Bürger, wird zum Mitläufer, der hinterher behauptet keine Wahl gehabt zu haben! Zuletzt zitiert Herr Amelung auch noch die „Freiheit für die Andersdenkenden“ (r. Luxemburg) als Vorwand, doch welche Freiheit außer Auschwitz haben die Nazis den Andersdenkenden gebracht? Nein! Sachsen ist auch in der Statistik rechtsextremer Straftaten das rechte Zentrum Deutschlands, und die CDU meint, durch „demokratische“ Toleranz die rechten Stimmen einfangen zu können, anstatt zu begreifen, dass sie damit den Rechten nur eine stärker werdende Plattform bietet. Und Limbach-Oberfrohna wird von der CDU nahezu diktatorisch beherrscht, ein rechtes Vereinslokal gehört zum guten Ton. Auch dank eines Herrn Amelung, oder wie die braven Bürger 1932 hießen.
 

04.03.10 - Sendepause
Liebe Freunde dieser Kolumne, zu meinem eigenen Bedauern muss ich feststellen, dass ich dringnd eine Pause brauche. Was im Moment los ist, ob im Chemnitzer Umfeld oder in Berlin, ist einfach nicht mehr kommentierbar - es ist schlicht bloß noch zum Kotzen. Am besten liest man keine Zeitung mehr und fällt in Winterstarre. Ich befürchte nun, dass die so lange dauert wie unser Außen-Guido sich in unser heruntergekommenes Sozialsystem einmischt. Wieso verbietet ihm niemand einfach den Mund? Ja, Deutschland ist dekadent, aber es ist wie immer die Dekadenz der Reichen und Mächtigen, die ein Volk zugrunde richten, noch nie waren die Bettler daran schuld! Ich wünsche mir nur noch eins: Arbeit soll sich wieder lohnen. Wer vom Steuerzahler finanziert wird sollte demütig danke sagen und die Klappe halten, und er sollte nicht mehr bekommen wie der, der bei Schlecker an der Kasse sitzt. Allen voran die Westerwelles und Co!
Liebe Freunde, ich habe keine Ahnung, wann ich aus diesem Tal der Tränen wieder auftauche, möglicherweise nicht so lange wir diese Karrikatur ertragen müssen, deshalb bitte ich jetz schon um Entschuldigung dafür, dass es hier lange dunkel bleiben wird.
 

19.01.10 – Und wenn das ganze Geld verbrennt – die Asche bleibt uns doch
Nun hat sich der Ex-Innen dank einiger glänzenden Ideen zur Überwachung des gemeinen Volkes hochgedient, und darf nun unser Geld verwalten. Und was macht er? Nachdem unter schwarz – rot immerhin die Neuverschuldung von knapp 40 Milliarden auf 11,9 gesenkt werden konnte, haut er einen raus: eine gigantische Rekordverschuldung von fast 86 Milliarden Euro! Klotzen statt kleckern, der Krise trotzen, vor Gelde strotzen, so sein Motto. Jetzt frag ich mich bloß: wo kriegt der Geld her? Wo es doch den Banken so schlecht geht, dass wir sie verstaatlichen müssen? Ganz nebenbei, 40 Milliarden werden übrigens an Zinsen gezahlt, der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt. Da rollt der Rubel. Ich habe mir mal überlegt, wie das Finanzgeschäft des Staates so abläuft. Nehmen wir statt des Bundeshaushaltes mal einen Privathaushalt. Nehmen wir also an, jeder der knapp 40 Millionen Haushalte möchte einen Kredit von 2200 Euro aufnehmen. Doch die Bank ist pleite. Also nimmt er seine Ersparnisse von sagen wir 2400 Euro und kauft die Bank, die damit ihre Schulden zahlt. Dann macht er das Kreditgeschäft, bekommt seine 2200 Euro und zahlt gleich 1000 wieder zurück. Am nächsten Tag schaut der Haushaltvorstand sein Konto an und stellt mit Erschrecken fest, dass sich sein Vermögen halbiert hat! Die Bank jedoch zahlt von den 1000 Euro, die sie eingenommen hat, 800 an den Manager und kauft für den Rest wertlose Wertpapiere. Tja, und wer ist nun der Gewinner? So etwa müsst ihr euch die Geschäfte vorstellen, die unsere schwarz-gelbe Regierung nun macht. Na ja, von Wirtschaft verstehen die ja was. Wenigstens die FDP, nämlich von Vetternwirtschaft.
Und natürlich: dass sich unser Kontostand immer weiter verringert, wird die allseits beliebte Kandisbunzlerin als unser Opfer verkaufen, als die Entbehrungen, die wir nun durchstehen müssen.
 

 

nach oben
 

17225