Der arme Hund, des Menschen treuster Freund,
Zum Gruß bereit, zu Schutz und Trutz vereint,
Des biedres Herz nur schlägt für seinen Herrn,
Für den er kämpft und lebt und atmet gern,
Fällt ungeehrt, vom Menschen nicht beklagt,
Der Himmel wird der Seele selbst versagt,
Indes der Mensch, der Wurm, hofft auf Vergeben
Und meint, der Himmel sei für ihn nur eben.
Lord Byron
Heldur vom Lechfeld ist ein Islandhund. Diese nordische Rasse wird seit der Wikingerzeit auf Island als Hof- und Hütehund gehalten und zählt deshalb zu den ursprünglichsten und reinsten Hunderassen, doch auf dem Kontinent kennt man sie noch nicht lange.
Man kann auch ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht Heinz Rühmann
Der Islandhund wurde von den Wikingern als robuster, ausdauernder und anspruchsloser Gehilfe um 870 mit nach Island gebracht. Sein wasserabweisendes, doppeltes Fell schützt ihn vor extremen Witterungsbedingungen, seine doppelten Wolfskrallen geben ihm einen festen Halt in unwegsamen Gelände. Flink und ausdauernd treibt der Islandhund Schafe und Pferde. Seine Bellfreudigkeit macht ihn außerdem zu einem guten Wachhund, jedoch ohne Aggressivität.
Wegen der isolierten Lage Islands ist diese Rasse sehr “rein” geblieben. Durch mehrere Epidemien wurde der Hundebestand stark dezimiert, sodass im 19. Jahrhundert der Islandhund kurz vor dem Aussterben stand. So gab es gab es um 1930 etwa noch 8 reinrassige Islandhunde. Auf diesen Hunden baut sich der gesamte heutige Bestand auf. Seit 1972 ist die Rasse von der FCI anerkannt.
Der Islandhund ist sehr anpassungsfähig, gutartig und sehr freundlich. Er hat eine schnelle Auffassungsgabe, aber einen “nordischen Dickschädel”. Die enge Bindung zu “seinem” Rudel macht ihn zu einem idealen Familienhund, der sich gut mit Kindern oder auch anderen Haustieren versteht. Das Fell braucht außer beim Fellwechsel recht wenig Pflege.
Fröhlich, fröhlich, fröhlich,
wie die Hunde glücklich sein können,
einfach so, mit der Unumschränktheit
unverschämter Natur.
Neruda
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