21.11.06 – lasst Milde walten!
Der Kinderschänder Mario M. , Entführer und Vergewaltiger
der 14jährigen Stefanie, ist mal einfach so der sächsischen Justiz aufs Dach gestiegen.
Und die hat keine Kosten und Mühen gescheut, ihm den Aufenthalt dort erträglich
zu gestalten, Mit einer Hebebühne wurden ihm warme Decken und ein Picknickkorb
gebracht. Und damit er sich nicht langweilt, lösten sich Psychologen im
Dauereinsatz ab, um mit ihm zu plaudern. Und weil Mario nach 20 Stunden auf dem
Dach zu müde für die Verhandlung war, hat der Dresdener Richter ihm erst mal
Ruhe gegönnt. Auch haben Dresdner Richter den Verbleib des Vergewaltigers
Harald R. in der U-Haft abgelehnt, er durfte als freier Mann zu seinen
Verhandlungen kommen. Bis er einfach keinen Bock mehr hatte und sich aus dem
Staube gemacht hat. Immerhin, er wird eben in Abwesenheit verurteilt, denn
Gerechtigkeit muss sein. Ein anderer mehrfacher Sexualstraftäter, der sogar
eine Angestellte seiner eigenen Anwältin vergewaltigt haben soll und schon
mehrfach vorbestraft ist und als untherapierbar gilt lebt in Zwickau als freier
Mann, weil ein Richter vergessen hatte Sicherheitsgewahrsam anzuordnen, und
nachträglich geht das nur, wenn „neue Erkenntnisse“ vorliegen, das heißt, wenn
der Mann erneut zugeschlagen hat.
Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Aber für diesen armen Kreaturen muss
man doch etwas Verständnis haben! Meist hatten sie eine schwere Kindheit, waren
hochintelligent, fanden aber keine ebenbürtigen Spielgefährten, und oft hatten
sie Pickel. Oder sie waren gar in einem DDR-Kindergarten einer lieblosen,
persönlichkeitsfeindlichen Gruppenerziehung ausgesetzt und mussten viel zu
schwere Hausaufgaben lösen. Da kann man ihnen doch nicht – wie z.B. in Amerika
üblich – zumuten, dass sie in eine öffentliche Datenbank eingestellt werden
oder gar, wenn sie denn tatsächlich freikommen, ein Schild an ihrer Wohnung
anbringen müssen: „Hier lebt ein verurteilter Sexualstraftäter“. Wie kann man
nur so grausam sein!