28.07.06 – Doping und (k)ein Ende
Irgendwie haben die Amerikaner im Moment kein Glück. Der Handelsriese Wal-Mart hat es nicht geschafft und gibt auf. 245 Milliarde Euro Umsatz weltweit stehen Verluste in 3stelliger Millionenhöhe in Deutschland gegenüber. 85 Märkte mit 11000 Beschäftigten gehen an die Metro. Lag es an mangelnder Motivation der Mitarbeiter? Morgenappelle und Motivationstraining, ein Verhaltenskodex und das Raushalten der Gewerkschaften geben der deutschen Seele wohl eher das Gefühl des Ausgeliefertseins statt Verbundenheit. Und die starrsinnigen Käufer sind einfach Aldi und Co treu geblieben.
Und nun noch die Geschichte mit dem Toursieger Landis. Überhaupt, der ganze Profiradsport entpuppt sich immer mehr als Doping-Sumpf. 58 Fahrer werden vor der Tour ausgeschlossen, und keine namenlosen, wenn man an Ullrich denkt. Und dann der grandiose Landis bis zu seinem Einbruch, den er mit Whiskey vergessen machen wollte, um am nächsten Tag wie Phoenix aus der Asche aufzuerstehen – mit einer positiven Dopingprobe. Natürlich fühlt er sich unschuldig, wie auch Ullrich und andere, zum Beispiel ein Herr Armstrong, dem man einfach nichts beweisen konnte. War er sauber oder einfach nur clever? Vermutlich werden wir das nie erfahren. Aber das Verhalten all der Betroffenen zeigt, dass es beim Radsport besonders schlecht um die Moral, um ethische Werte, denen Sport unterliegen sollte, bestellt ist.